Beim Stranggussverfahren wird Guss-eisen (GJL/GJS) in theoretisch endlosem Strang kontinuierlich aus der flüssigen Phase hergestellt. Wenn das fließende Eisen die gekühlte Kokille passiert, erstarrt es im Profil. Die Ziehstation zieht den Strang stufenweise vorwärts, dann wird in angemessenen Längen abgebrochen. So entsteht ein dichtes und fehlerfreies Gussstück ohne Lunker. Die hohe Abkühlgeschwindigkeit erzeugt ein außerordentlich feinkörniges Gefüge mit gleichmäßiger Härte über den gesamten Querschnitt. Strangguss in Grauguss hat sehr gute Dämpfungseigenschaften. Der Sphäroguss hingegen empfiehlt sich durch seine hohen Werte bezüglich Zugfestigkeit, Dehnung und Verformbarkeit, die dem des Stahls gleichkommen.